Das Basler Graduiertenkolleg Geschlechterforschung wurde 2002 am Zentrum Gender Studies etabliert. Es ist eines der ältesten Graduiertenkollegien der Schweiz und dies disziplinübergreifend. Im Zentrum des Kollegs stehen Analysen der Bedeutung von Geschlecht in Wissenschaft und Gesellschaft unter Berücksichtigung verschiedener Dimensionen sozialer, ethnischer, kultureller und sexueller Ausdifferenzierung. Interdisziplinarität ist ein wesentliches Merkmal des Graduiertenkollegs. 

Seit Beginn ist das Basler Graduiertenkolleg in das gesamtschweizerische Netzwerk der Graduiertenkollegien Gender Studies eingebettet. Damit wird das lokale Angebot um kollegübergreifende, gemeinsam organisierte Veranstaltungen erweitert. Von 2002 bis 2017 war das Basler Kolleg Teil des Gesamtschweizer Kollegs des Kooperationsprojektes Netzwerk Gender Studies CH, dem ersten offiziell akkreditierten Graduiertenprogramm der Schweiz. Seit 2018 arbeitet es eng mit den Graduiertenkollegien der Universitäten Zürich und der Universität Bern zusammen. Seit Januar 2013 ist das Basler Kolleg zudem Teil der Graduate School of Social Sciences (G3S) des Departements Gesellschaftswissenschaften der Universität Basel und öffnet zahlreiche Veranstaltungen für Doktorierende der G3S.

Studienprogramm

Das Studienprogramm will gezielt theoretisches Wissen vertiefen, interdisziplinäres Arbeiten fördern, Kenntnisse in Methoden vermitteln und konkrete Hilfestellung bei der persönlichen Karriereplanung bieten. Das Angebot umfasst

  • das regelmässig stattfindende Forschungskolloquium. Dies ist ein vierstündiges Lektüre- und Diskussionsforum des Basler Graduiertenkollegs, das fünfmal im Semester stattfindet.
  • vertiefende Workshops mit ausgewiesenen Expert:innen aus dem In- und Ausland. Kollegiat:innen haben hier die Möglichkeit ihre Projekte zur Diskussion zu stellen und sich eingehend mit grundsätzlichen Fragen der Gender Studies zu befassen, die sich im Promotionsprozess stellen. Raewyn Connell, Gabriele Dietze, Antke Engel, Kathy Davis, Jack Halberstam, Sabine Hark, Isabell Lorey, Margo Okazawa-ReyChandra Talpade Mohanty, Paula-Irene Villa und Linda Zerilli haben unter anderen in den vergangenen Jahren Workshops abgehalten.
  • kollegiale Zusammenarbeit in Arbeits- und Lesegruppen erlaubt, die eigene Arbeit anhand von empirischem Datenmaterial, Interviewleitfäden, Konzeptpapieren und Zeitplänen zu diskutieren, thematische, methodische und theoretische Berührungspunkte zu besprechen und sich in der Gruppe auszutauschen,
  • kollegübergreifende Veranstaltungen mit Bern und Zürich wie eine jährliche Summer School oder Retraite, ein Visiting Professorship und ein gemeinsam Workshop bieten Kollegiat:innen die Möglichkeit, wichtige Kontakte zu knüpfen und sich auch vermehrt disziplinär und national zu orientieren.
Bewerbungen

Bewerbungen für das Graduiertenkolleg Gender Studies sind laufend möglich.

Forschungskolloquium
ZGS, 14:15-17:45 

3. Oktober 2022
24. Oktober 2022 
14. November 2022 
5. Dezember 2022

Programm HS 2022 (folgt)

Bild: Smithsonian American Art Museum, Gift of H. Lyman Sayen to his nation 1915