Promotion: Dagmar Fink

Cyborg-Vorstellungen. Repräsentationen von Geschlecht, Sexualität und Rassisierung in Science (und) Fictions zwischen Reproduktion der Norm und alternativen Repräsentationen

In dieser Arbeit untersuche ich unterschiedliche Science Fictions (Literatur, Film, TV-Serie; Mainstream sowie queere und/oder feministische Science Fiction) daraufhin, welche Geschlechter, Sexualitäten und Rassisierungen wie hervorgebracht werden. Herausgestellt wird, welche Effekte dies bezüglich der Reproduktion von Normen beziehungsweise alternativer Repräsentationen hat und welche Funktionen diese Repräsentationen hinsichtlich von Normen erfüllen. Mein Interesse gilt dabei sowohl den Orten der Verfestigung als auch den Möglichkeiten der Veränderung dominanter Repräsentationen.

Angeleitet wird diese Untersuchung vom keineswegs unproblematischen Bild der Cyborgs. Die im Kontext militärischer Forschungen entstandenen Mischwesen aus Organismus und Maschine sind vielen in Form von „Terminatoren“ aus der Populärkultur vertraut. Sie stehen für die Umbrüche von Macht- und Herrschaftsverhältnissen in Zusammenhang mit Entwicklungen der Kommunikations- und Informationstechnologien sowie der ‚Life Sciences’. Spätestens seit Donna Haraways einflussreichem „Manifest für Cyborgs“ sowie den zahlreichen sich anschließenden Diskussionen und Weiterentwicklungen des Konzepts zirkulieren Cyborgs jedoch auch als Figurationen eines Dazwischen, als ein Modell, Identitäten als hybrid zu denken. Die Arbeit fragt nach, wie Hybridität in Bezug auf Geschlecht, Sexualität und Rassisierung gedacht und in den Repräsentationen hergestellt wird und welche Effekte dies hat.

Keywords: Repräsentation, Cyborg, Sciencefiction, Gender, Sexualität, Rassisierung, queere Geschlechter
Studienfächer
: Hauptfach Amerikanistik, Nebenfächer: Politische Wissenschaften, Soziologie

Promotion in Gender Studies an der Universität Basel
Erstgutachterin:
Prof. Dr. Andrea Maihofer