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Wir gratulieren Doris Leibetseder zur Verleihung der Venia Legendi!

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Team ZGS Gruppenfoto

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Doris Leibetseder hat sich an der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel mit der kumulativen Arbeit «Queer and Trans Reproduction with Assisted Reproductive Technologies (ART) in Europe» im Fach Geschlechterforschung/Gender Studies habilitiert.

Ende April 2026 hat sich Doris Leibetseder mit einer Kumulativen Habilitationsschrift mit dem Titel «Queer and Trans Reproduction with Assisted Reproductive Technologies (ART) in Europe» an der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel habilitiert. Diese Habilitation stellt die erste im Fach Geschlechterforschung an der Universität Basel dar — 25 Jahre nach der Einrichtung des Basler Zentrum Gender Studies. Wir gratulieren Doris Leibetseder ganz herzlich zur Verleihung der Venia Legendi für Geschlechterforschung / Gender Studies!

Mit der Habilitationsforschung fokussiert Leibetseder ein Thema von grosser bioethischer und gesellschaftspolitischer Reichweite – nämlich, wem das Recht zugestanden wird, sich (wie) fortzupflanzen respektive einen solchen Wunsch überhaupt legitimerweise zu hegen, und wie Elternschaft dokumentiert wird und welche Herausforderungen hier für queere und trans Personen liegen. Verortet an der Schnittstelle von Gender Studies (insbesondere Queer Theory und Trans Studies), Science and Technology Studies sowie Philosophie (insbesondere Bioethik), integriert die Arbeit sowohl konzeptionell-analytische als auch empirische Beiträge, die ihrerseits auf eigenen qualitativen (und in Teilen quantitativen) Forschungen basieren. Die von Leibetseder aufgeworfene und in der Habilitationsschrift verfolgte Frage danach, vor welchen Möglichkeiten und Herausforderungen sich queere und trans Personen sehen, die sich in unterschiedlichen Ländern Europas mit Hilfe assistierender Reproduktionstechnologien («assisted reproductive technologies», ART) fortpflanzen wollen, setzt bei einer Gruppe von Personen an, die in Reproduktionsfragen gesellschaftlich marginalisiert bis exkludiert werden und rückt deren «Stimmen» ins Zentrum.

Mit dieser Forschung positioniert sich Doris Leibetseder in einem gleichermassen international wie interdisziplinär verfassten Diskussions- und Forschungszusammenhang zu queerer und trans Reproduktion, zu dessen Erschliessung und Etablierung Leibetseder in den letzten Jahren selbst massgeblich beigetragen hat.

Für die Gender Studies setzt die Arbeit mit ihrer Fokussierung auf queer und trans theoretische Positionen und Perspektiven wichtige Impulse, insofern das Fach trotz Kritik an den Norm der Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität in seiner Forschung weiterhin in weiten Teilen an diesen orientiert bleibt. Damit trägt Doris Leibetseders Forschung zur Etablierung von Queer Theory und Trans Studies bei, die gerade innerhalb der deutschsprachigen Gender Studies immer noch eine randständige Position einnehmen.

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