Das Zentrum Gender Studies wurde 2001 gegründet und wird von Prof. Dr. Andrea Maihofer geleitet. Inzwischen ist das Zentrum eine eigenständige Einheit im Departement Gesellschaftswissenschaften der Philosophisch-Historischen Fakultät. Das Zentrum hat aufgrund seiner Forschungsarbeiten und seines vielfältigen Lehrangebots auf Bachelor-, Master- und Doktoratsebene eine breite nationale und internationale Ausstrahlung. Bei der Doktoratsausbildung ist es Leading House des interuniversitären Doktoratsprogramms Gender Studies CH. Dieses Programm wird finanziert von swissuniversities. Seine Ziele sind eine breite Etablierung der Geschlechterforschung und eine exzellente Nachwuchsförderung im Rahmen von Graduiertenkollegien bzw. Doktoratsprogrammen. Auf der Internetplattform Gendercampus können sich Nachwuchswissenschaftler_innen vernetzen und Studierende ein nationales Vorlesungsverzeichnis nutzen. Diese national abgestimmte Entwicklung eines neuen Fachs ist international einmalig.

Das Zentrum Gender Studies verfügt zudem über eine sehr gut ausgestattete Bibliothek zu auch international einschlägiger Literatur aller Themenbereiche der Geschlechterforschung.


Die vier Themenfelder

Das Lehrangebot der Geschlechterforschung in Basel ist in vier Themenfelder organisiert. Diese sind inhaltlich und nicht disziplinär organisiert, d.h. in einem Themenfeld finden sich Veranstaltungen aus verschiedenen Fächern und Fakultäten.

Die Liste der in den Themenfeldern genannten Stichworte ist nicht abschließend, sondern stellt einen Versuch dar, die Inhalte des jeweiligen Themenfeldes zu umreißen. Einige der hier angeführten Themen können unter Umständen mehreren Themenfeldern zugeordnet werden.

1. Subjekt, Körper & Identität

Sozialisation – Geschlechtsidentität – politische, ethnische, sexuelle, religiöse, nationale, kulturelle Identitäten – Sexualität – Reproduktion – Krankheit – Gesundheit – Geschlechtskörper – Körperwahrnehmung – Körperpraxen – Körperhabitus – Selbstverhältnisse – (Auto-)Biographie – Psyche – Gefühle – Persönlichkeit – Individuum – Intersubjektivität

 

2. Herrschaft, Normativität und symbolische Ordnung

Norm – Normierung – Normalisierung – Werte – Moral– Recht – Menschenrechte – Macht – Ungleichheit – Institutionen – Staat – Kirche – Politik – Nationalismus – Hegemonie – Diskriminierung – Gewalt – Disziplinierung – Widerstand – Utopie  – Geschlechternormen & -praxen – Medien – Film – Literatur – Theater – Kunst – Imaginäres – Androzentrismus – Eurozentrismus

3. Lebensverhältnisse, Umwelt & Ökonomie

Familie – Beziehungsformen – Liebe – Ehe – Reproduktionsarbeit – Erwerbsarbeit – Markt – Sozialstaat – Prekarität – Kommunikation – Lebensraum – Urbanisierung – Natur – Ökologie – Globalisierung

 

4. Wissensformen und Wissenschaft

Erkenntnistheorie – Wissenschaftskritik – Standpunkttheorie – Denken – Kategorien – Binarität – Objektivität – Subjektivität – Rationalität