Bitteres Gemüse

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Arbeits- und Lebensverhältnisse von Migrant*innen in der Schweiz Landwirtschaft

Sie kommen aus Polen, Ungarn, Portugal, Rumänien, bleiben häufig für ein paar Monate in der Schweiz und leben zum Teil direkt auf dem Hof. Der Arbeitstag ist lang und die Freizeit rar. Und die Wertschätzung ihrer Arbeit bleibt in der Wertschöpfungske]e auf der Strecke.

Was wissen wir über Menschen, die unser Obst und Gemüse anbauen und ernten? Im Rahmen eines transnationalen, interdisziplinären Forschungsprojekts haben wir während zwei Jahren die Arbeits- und Lebens- realitäten von migrantischen Arbeiter*innen in der Schweizer Gemüse- und Obstproduktion untersucht.

Nun präsenteren wir die Ergebnisse unserer Feldforschung einer interessierten Öffentlichkeit, disku;eren gemeinsam über den breiteren politischen Kontext und fragen nach Alternativen: Wie zeichnen wir die Konturen einer ökologischen und sozialen Landwirtschaft – jenseits von industrialisierter Produktionsweise, Freihandel und Dominanz durch Supermärkte und ohne prekäre Arbeitsverhältnisse und soziale Isolation? 

 

Samstag, 23. Juni 2018, 13.15 – 17.00 Uhr, Bollwerkstatt, Bollwerk 35, Bern

Anmeldung erwünscht bis 19. Juni 2018 an: sarah.schilliger@unibas.ch 

 

Mit kurzen Inputs zu ihrer Forschung von:
Simon Affolter, Sozialanthropologe Universität Bern, forscht zum Verhältnis zwischen

migrationspolitischer Entrechtung und prekären Arbeitsverhältnissen im Schweizer Gemüsebau

Tina Bopp, Soziologin/Geschlechterforscherin Universität Basel, forscht zu transnationalen Arbeitsverhältnissen in der Landwirtschaft

Francesca Falk, Oberassistentin an der Universität Fribourg, forscht historisch zu Saisonarbeit aus Italien in die Schweizer Landwirtschaft

Sarah Schilliger, Soziologin, Universität Basel/IMIS Osnabrück, Koordinatorin des Schweizer SNIS- Forschungsteams, forscht zu Citizenship-Kämpfen im Kontext von Migration und prekärer Arbeit

Nils Wyssmann, Sozialanthropologe/Soziologe Uni Basel/Bern, geht in seiner Forschung dem Topos der «Swissness» der Schweizer Gemüseproduktion nach